Allergologie
Allergologie - Allgemeine Informationen
Allergologie - Allgemeine Informationen
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Was ist eine Allergie?
Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf an und für sich unschädliche Stoffe der Umwelt. Die im Volksmund bekanntesten Allergene sind z. B. gegen Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben.
Die Symptome können sehr unterschiedliche sein. Angefangen von einer Bindehautentzündung über Fließschnupfen bis zum Asthma.
In der modernen Medizin gibt es heutzutage große Fortschritte, so dass Hoffnung auf Heilung besteht.
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Wie entsteht eine Allergie?
In den Industrieländern nehmen allergische Erkrankungen immer mehr zu. Warum das so ist, ist noch nicht ganz klar. Sicherlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle wie z.B. das Passivrauchen bei Kleinkindern oder wenn das eigene Immunsystem nicht genügend "trainiert" ist, durch z. B. zu wenig Kontakt mit Erkältungen.
Warum sollte eine Allergie behandelt werden?
Anfänglich sind die Symptome eines Heuschnupfens lästig. Die Nase läuft, die Augen jucken, Niesanfälle ect. Der Heuschnupfen sollte jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sich im Laufe der Jahre die Allergie auf die Bronchien verlagern kann. Ein sog. Etagenwechsel, der dann zum Asthma bronchiale führen kann. Diese Verschlimmerung wird laut Mediziner bei 30% der Betroffenen beobachtet, wenn keine Behandlung durchgeführt wird.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Jeder Betroffene wird versuchen den Allergenen auf die er reagiert aus dem Weg zu gehen (Karenz). Doch dies ist nicht immer möglich. Eine Behandlungsmöglichkeit ist die "spezifische Immuntherapie" auch bekannt als
Hyposensibilisierung.
Wie sind die Behandlungserfolge?
Bei einer Bienen- oder Wespenstichallergie erziehlt man heutzutage eine Erfolgsquote von 95%. Bei Pollenallergien liegt man bei 80-90% und bei Milbenallergien bei 70-80%. Es lohnt sich also...
Was Sie beachten sollten:
Während Sie eine Hyposensibilisierung machen, nehmen die Beschwerden oft schon kurze Zeit nach Behandlungsbeginn ab. Bitte brechen Sie die Therapie jetzt nicht ab sonst bleibt der langjährige Erfolg aus. Nach der Injektion in der Praxis müssen Sie noch 30 Min. dort verweilen.
Ihre Mitarbeit ist gefragt:
- Bitte halten Sie die Termine für die Injektion bei der Hyposensibilisierung ein. Der Erfolg ist sonst in Frage gestellt.
- Vermeiden Sie schwere körperliche Arbeit unmittelbar nach der Injektion.
- Nehmen Sie vor oder nach der Injektion keine schweren Mahlzeiten oder Alkohol zu sich.
- Nach der Injektion kann eine leichte Müdigkeit auftreten - Verkehrsteilnehmer sollten dies beachten.
- Nehmen Sie nur die Medikamente ein, die Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat.
Allergologie - Verschiedene Allergien
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Pollenallergien
Bei den Pollenallergien unterscheidet man zwischen Gräserpollen, Baum- und Sträucherpollen sowie Kräuterpollen.Wenn Sie auf Pollen reagieren spricht man auch allgemeinhin von "Heuschnupfen".
Bedenken Sie, dass eine Pollenallergie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, sondern eine ernst zu nehmende Krankheit. Die Abwehrreaktionen des Körpers die einst mit geröteten Augen begannen können sich bis zu einem allergischem Asthma ausweiten. Husten- und Atemnot sind hierfür erste Anzeichen.
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Unternehmen können Sie selbst dazu einiges. Wenn möglich gehen Sie den Allergenen aus dem Weg. Sie können zusätzlich die akuten Beschwerden mit Medikamenten lindern und eine spezifische Immuntherapie - auch Hyposensibilisierung durchführen.
Wußten Sie...
...dass Baumpollen bis zu 500km weit vom Wind getragen werden können.
...dass eine Roggenpflanze bis zu 4 Mill. Pollen hat.
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Tierhaarallergien
Diese Allergien werden durch Substanzen der Haustiere ausgelöst. Meist sind es Speichel z. B. bei der Katze. Ihre Haare sind damit behaftet und diese Haare findet man fast überall, da sie sich in der Kleidung des Menschen verfangen. Daneben können aber auch Hunde, Meeschweinchen, Vögel, Pferde oder andere Kleintiere allergische Reaktionen auslösen.
Die ersten Anzeichen einer Tierallergie sind wie beim "Heuschnupfen". Niesen, gerötete Augen ect. Beinahe alle Katzenallergiker entwickeln innerhalb weniger Jahre ein Asthma bronchiale wenn sie sich nicht von ihrem Tier trennen. Bei Besitzern von Meerschweinchen ist dies bereits im ersten Jahr zu erwarten.
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Hausstaubmilben
Hausstaubmilben gibt es überall. Sie ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen. Am liebsten wohnen sie an feuchtwarmen Orten, wo sie sich endlos vermehren. Daher ist der ideale Aufenthaltsort der Milben das Bett.
Ein ganzjähriger Schnupfen, Husten oder Atemnot sind häufige Beschwerden. Die typischen Asthmaanzeichen treten bei Kindern und Jugendlichen oft an erster Stelle auf.
Denken Sie auch hier an die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung).
Wußten Sie...
...dass die Schuppen eines Menschen den Tagesbedarf an Nahrung von einer Million Milben decken ?
...dass die Allergie vor allem von den Ausscheidungen der Milben hervorgerufen wird ?
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Schimmelpilze
Schimmelpilze findet man in Lebensmitteln, an feuchten Ecken des Hauses (Tapeten), auf Blumenerde. In der Natur kommen sie in der Erde, auf Komposthaufen oder an verwitterndem Holz vor. Sie tragen eigentümliche Namen wie Alternaria oder Cladosporium. Wie bei den "großen Pilzen" findet die Vermehrung durch Sporen statt.
Die Beschwerden die durch Schimmelpilze hervorgerufen werden sind sehr zahlreich. Über Schnupfen bis hin zur Atemnot sind typische allergische Anzeichen.
Wegen der Vielfältigkeit der Schimmelpilze ist es bislang nur gelungen für Alternaria ein hochwertiges Arztneimittel zu finden um die spezifische Immuntherapie durchzuführen. Für alle anderen Arten gilt die Karenz, das heißt Vermeidung mit dem Kontakt von Schimmelpilzen.
Wußten Sie...
...dass viele Lebensmittel mit Hilfe von Schimmelpilzen hergestellt werden ?
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Nahrungsmittel
Manchmal reagiert der Körper des Menschen auf den Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln mit heftigen allergischen Reaktionen wie Hautausschläge, Schwellung von Lippen und Augen, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen sowie Husten und Atemnot.
Gerade bei einer Sensibilisierung gegenüber Pollen treten Unverträglichkeiten nach dem Genuss von Nahrungsmitteln (orales Allergiesyndrom) auf. Die Ursache ist eine Kreuzreaktion (Antigengemeinschaft). Bei Baumpollenallergikern (Birke, Hasel ect.) treten häufig Symptome durch den Genuss von rohem Kern- und Steinobst, Kiwi, verschiedenen Nüssen und einigen Gemüsesorten (Karotte, Sellerie) auf.
Häufig handelt es sich aber um Intoleranzen. Um dies herauszufinden bedarf es einer Detektivarbeit. Man sollte sich selbst sehr genau beobachten. Daneben gibt es verschiedene Hauttestverfahren und letztendlich die sog.
Auslassdiät.
Die einzige Form der Therapie ist die Karenz, was oft sehr mühsam ist. Dazu gibt es spezielle Diäten und Bücher die sehr hilfreich sind.
Wußten sie...
...dass in vielen Fertiggerichten, Suppen oder Soßen Zusatzstoffe wie Eiweiß, Soja, Sellerie vorkommen. Packungsinhalt lesen!
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Insektengifte
Nur sehr wenige stechende Insekten können allergische Reaktionen beim Menschen hervorrufen. Dazu gehören Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen.
Die Gefährlichkeit bei Insektenstichallergien wird meist stark unterschätzt. So kann ein Stich bei Allergikern lebensgefährlich (Keislaufkollaps, Atemnot, Übelkeit) sein. Diese Reaktionen treten meist Sekunden bis Minuten nach dem Einstich auf. |
Eine gute Hilfe bietet hier die Hyposensibilisierung mit sehr hoher (über 95%) Wirksamkeit.
Falls Sie allergisch auf Insektengifte sind, sollten Sie immer ihre Notfallapotheke griffbereit haben.
Tipps und Hinweise
Tipps bei Pollenallergien:
- Vermeiden Sie weitgehend den Kontakt mit den Allergenen die Ihre Allergie auslösen.
- Für den Urlaub: Günstige Reiseziele sind hier das Hochgebirge oder das Meer.
- Informieren Sie sich anhand eines Pollenflugkalenders oder Polleninformationsdienstes wann "Ihre" Pollen am stärksten in der Luft liegen.
- Beachten Sie beim Lüften der Wohnung die Tageszeit: So ist z.B. in ländlichen Gegenden die Pollenbelastung am Morgen am höchsten. In Stadtgebieten ist die Hauptbelastung am Abend.
- Unterlassen Sie Sport, Gartenarbeiten (z.B. Rasenmähen) oder Spaziergänge in die Felder während der Saison.
- Waschen Sie abends die Haare, so atmen Sie die Pollen nachts nicht ein.
- Für Autos gibt es entsprechende Pollenfilter.
- Manche Nahrungsmittel besitzen Substanzen, die den Allergieauslösern von Pollen nahe verwandt sind (z.B. bei Gräserpollen sind Soja, Getreidemehle, Erdnuss verwandt. Bei Kräuterpollen sind Sellerie, Karotte oder Gewürze nah verwandt und bei den Baumpollen sind neben den genannten auch Nüsse, Kern- oder Steinobst verwandt). Achten Sie auf Gaumenjucken oder Schwellung der Zunge. Meiden sie diese Nahrungsmittel fortan, falls Beschwerden dieser Art auftreten.
- Geben Sie das Rauchen auf - die ständige Reizung der Atemwege erleichtert den Allergenen den Angriff ihrer Schleimhäute.
Tipps bei Tierhaarallergien:
- Die Abschaffung Ihres Haustieres ist leider unumgägnlich.
- Von der Anschaffung eines anderen Haustieres sollte abgesehen werden.
- Kleidungsstücke aus Tierfellen oder Schafwolle können mögliche Auslöser für allergische Reaktionen sein.
- Für den Urlaub: KEIN Urlaub auf dem Bauernhof. Fragen Sie im Hotel nach Zimmern die für Allergie-Patienten ausgerüstet sind. Viele Hotels bieten bereits diesen Service an.
- Geben Sie das Rauchen auf - die ständige Reizung der Atemwege erleichtert den Allergenen den Angriff ihrer Schleimhäute.
Tipps bei Hausstaubmilbenallergien:
- Milben-allergendichte Bezüge für Matratzen, Decken und Kissen schützen vor der massenhaften Vermehrung der Milben im Bett. Fragen Sie Ihren Arzt danach.
- Sanieren Sie ihre Wohnung, vor allem das Schlafzimmer (Staubfänger wie Teppiche, gepolsterte Sofas, Textiltapeten, Plüschtiere ect. sollten entfernt werden.)
- Lüften Sie regelmäßig und entfernen sie Luftbefeuchter um es den Milben unangenehm zu machen.
- Bettwäsche sollte bei mehr als 60 Grad über 60 Minuten gewaschen werden. Milben in Plüschtieren kann man 24 Stunden in die Gefriertruhe legen um ihnen den garaus zu machen.
- Matratzen sollten 1x jährlich gereinigt und alle 10 Jahre erneuert werden.
- Schaffen Sie sich kein Haustier an. Die Schuppen der Haustiere können den Milben ebenfalls als Nahrung dienen. Außerdem besteht die Gefahr zusätzlich noch eine Tierhaarallergie zu entwickeln.
- Benutzen Sie beim Staubsaugen spezielle Filter.
- Für den Urlaub: Fragen Sie im Hotel nach Zimmern die für Allergie-Patienten ausgerüstet sind. Viele Hotels bieten bereits diesen Service an.
- Geben Sie das Rauchen auf - die ständige Reizung der Atemwege erleichtert den Allergenen den Angriff ihrer Schleimhäute.
Tipps bei Schimmelpilzallergien:
- Heizen Sie auch nachts, damit die Wände nicht abkühlen und so feucht werden.
- Lüften Sie kurz und intensiv - alle Fenster und Türen dazu öffnen. Diese Stoßlüftung vermeidet das Auskühlen der Wände.
- Lüften Sie besonders Bad- und Duschräume so dass die Feuchtigkeit nach außen abziehen kann.
- Vermeiden Sie Belüftung- und Klimaanlagen sowie Zimmerbrunnen, da diese oft Aufenthaltsort von Schimmelpilzen sind.
- Möbel sollten Abstand zu den Wänden haben, damit die Luft zirkulieren kann.
- Entfernen sie schimmelpilzbefallene Möbel oder behandeln Sie die Flächen mit entsprechenden Mitteln. Evt. Fachmann fragen.
Schaffen Sie sich kein Haustier an. Die Schuppen der Haustiere können den Milben ebenfalls als Nahrung dienen. Außerdem besteht die Gefahr zusätzlich noch eine Tierhaarallergie zu entwickeln.
- Geben Sie das Rauchen auf - die ständige Reizung der Atemwege erleichtert den Allergenen den Angriff ihrer Schleimhäute.
Tipps bei Nahrungsmittelallergien:
Es gibt Nahrungsmittel die häufig Allergien auslösen. Dazü gehören:
- Kuhmilch - Hühnerei - Nüsse - Obst wie Äpfel, Kirschen, Erdbeeren - Gemüse wie Seelerie oder Karotten - Getreide wie Roggen- oder Weizenmehl - Gewürze
Wie bereits bei den Pollenallergien beschrieben steht, treten oftmals sog. "Kreuzallergien" auf.
Tipps bei Insektengifttallergien:
- Meiden Sie hektische Bewegungen wenn Bienen oder Wespen um Sie herum sind.
- Vorsicht bei der Gartenarbeit ! Tragen Sie geeignete Kleidung.
- Gehen Sie nicht barfuß über Wiesen und verzichten Sie auf Picknicks
- Bringen Sie Insektengitter an die Fenster an.
- Wespen lieben Abfallkörbe. Halten Sie deshalb ihre Mülltonne gut geschlossen.
- Sollten Sie gestochen worden sein, entfernen Sie den Stachel schnellstmöglich.
Pollenflugkalender
Allergologie - Hyposensibilisierung
Eine Behandlungsmöglichkeit ist die "spezifische Immuntherapie" auch bekannt als Hyposensibilisierung.
Dies ist eine Möglichkeit Allergien ursächlich zu behandeln.
Mit dieser "Allergie"-Impfung soll die Überempfindlichkeit gegenüber dem Allergen abgebaut werden. Dabei wird in regelmäßigen Abständen das Allergen in steigender Dosierung unter die Haut des Oberarmes gespritzt. Die kontrollierte Zufuhr führt zu einer erhöhten Toleranz, d.h. der Körper lernt im Laufe der Behandlung nicht mehr die allergieauslösenden Antikörper zu bilden. Stattdessen entwickelt er Antikörper einer anderen Klasse, die das Allergen neutralisieren und so die "allergische" Reaktion verhindern.
Neben dem wiederholten Spritzen das ganzjährig oder bei einer Pollenallergie auch befristet vor der Saison durchgeführt wird, gibt es als Alternative bei einigen Allergenen das Präparat als Tropfen einzunehmen.
Die Behandlung dauert in der Regel 3 Jahre. Nach Abschluss der Immuntherapie können die Medikamente zur Behandlung der Beschwerden abgesetzt oder reduziert werden. Zudem kann in vielen Fällen der Etagenwechsel - aus einem Heuschnupfen wird ein allergisches Asthma bronchiale - verhindert werden.
An der Stelle wo die Injektion durchgeführt wurde kann es zur Rötung oder Schwellung kommen. In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Jucken auf der Zunge und im Rachen, an den Händen und Fußsohlen auftreten. Teilen Sie dies bei bitte dem Arzt mit.
In extrem seltenen Fällen kann es zu einem allergischem Schock kommen, deshalb müssen Sie 30 min nach der Injektion zu ihrer eigenen Sicherheit in der Praxis bleiben.
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